Landwirtschaft
Rinder
Pferde
Hunde
Sonstiges
Grundlage der kolonischen Wirtschaft sind Ackerbau, Viehzucht und ggf. Waldwirtschaft.
Angebaut und genutzt wird alles, was im Gebirge wächst.
Das Vieh ist meist klein, gedrungen und "altertümlich", aber robust und bestens an die Bergwelt angepaßt.
Die meisten Tiere dienen mehreren Zwecken - Traum jedes Koloniers dürfte die gebirgstaugliche, schlittenziehende, achtbeinige Eierlegende Wollmilchsau sein, die sich von Steinen ernährt ...
Die Pferde der K. sind meist klein, kräftig und struppig. Bevorzugt werden Falben, "Blonde" (bräunlich mit weißer oder gelber Mähne und Schweif, ird.: Haflinger) oder Schecken. Schimmel gelten als mindere Tiere, Rappen als Unglücksbringer.
Bestimmte
Hunderassen züchten die K. nur wenige.
Junghunde werden in der Regel nach individuellem Körperbau und Verhalten beurteilt und entsprechend als Hüte-, Jagd- oder Wachhund ausgebildet.
Vielseitigkeit ist dabei beliebter als extreme Spezialisierung, genau wie bei den Menschen.
Ähnlich wie bei den Pferden sind "blonde" Hunde («Flavier») oder gescheckte («Makier», maculatus = gefleckt) beliebter als einfarbige, vor allem rein weiße oder rein schwarze gelten als "schlechtes Blut" oder gar Unglücksbringer.
Kraft, Ausdauer, Gesundheit und gutes Wesen eines Hundes sind aber allemal wichtiger als seine Färbung oder ob er Knick- oder Stehohren hat.
«Instiger» (instigator = Hetzer) sind große, kräftige, kurzschnauzige Hunde, die gerne beim Zusammentreiben der Rinder, aber auch bei Wolfsjagden eingesetzt werden.
«Riefentaler Bärenjäger» sind große, zottige Hunde mit kurzer Schnauze und sehr kräftigem Gebiß.
Sie können genauso zur Bären- oder Bullenjagd wie als Trag- oder Zugtiere eingesetzt werden (und sind meist viel friedfertiger sind als sie aussehen).
Wegen ihrer Qualitäten bei der Bärenjagd werden sie auch kurz «Bärbeißer» genannt.
«Kaprinauler» (von caprina aula = Geißen-Hof?) sind eine relativ kleine, wendige, bewegunsgfreudige Rasse mit dichtem, oft drahtigem Fell.
Zur Landwirtschaft kommen meist Jagd und Handwerke, die auf einem Hof oder in einer Region benötigt werden.
Händler und Krämer sind oft angesehen und stehen fast immer - als Boten! - unter besonderem Schutz. Außer bei den Cauponiern sind es aber immer nur Einzelne, die von Handel leben, selten ganze Familien.
Impressum -- Text © 2004-2007 F. Stein und M. C. Herdt, Tübingen. Graphik, Layout © M. C. Herdt. Letzte Änderung: 2007-12-30