Götter sind
Götter: über-, vielleicht allmächtige Wesen, die das Geschick der Welt (mit)bestimmen, ansprech- und beeinflußbar und den Menschen tendenziell gut gesonnen sind.
Die «Zwölfgötter» gehören stets dazu, wenn auch oft unter alten oder verfremdeten Namen (z. B.
Travia = Tarav,
Efferd = Effarad u. ä.).
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Eine wichtige Rolle spielen auch im Mittelreich unbekannte oder vergessene Götter wie das Götterpaar
Bos & (Pa)Ranja, sowie Sumu, Satuaria, Los, Satinav und seine Töchter Fatas und Ymra sowie die
Alten Drachen, die meist ebenfalls als Götter verehrt werden.
Dazu kommen sogenannte "Halb-Götter" wie z. B.
Nandus,
Aves oder
Eitelbrand, die ja eigentlich je von zwei Göttern abstammen und somit "Voll-Götter" sind.
Manche Sippen oder Familien kennen und verehren zudem auch Rur und Gror, Rastulla, Zerzal oder von wem sie sonst noch alles gehört hat im Laufe der Geschichte - ggf. sogar mehrgehörnte oder Erz-Dämonen.
«Tutelen» bezeichnen üblicherweise die besonderen Schutzgötter einer Familie oder Sippe.
Anmerkung: Kaiser
Hal ist übrigens allenfalls von einigen wenigen Familien ins Pantheon oder wenigstens in die Reihen der «Heroen» aufgenommen worden.
Viele K. nehmen seine
Selbsterhebung in den Götterstand aber als Argument dafür, daß das
Zwölfgötter-Edikt offensichtlich hinfällig ist
und sie ihre eigenen Götter nicht mehr als "Götzen" oder "Halbgötter" beschimpfen lassen müssen.
«Penaten» sind zur Sippe, Familia oder zur Aul gehörende Schutzgötter und -geister.
Mal eine reine Sagengestalt, mal die Nymphe der Hausquelle, mal ein
Kobold oder eine
Fee, mal gar ein
Drache, der gegen gelegentliche Opfer die Sippe verschont oder sogar schützt.
Selbst echte Totengeister können dazugehören.
«Laren» sind (eingebildete oder echte) Geister früherer Ahnen, manchmal auch Kobolde, Hausfeen o. ä. Sie mögen gelegentlich Schabernack treiben, werden ihrer Familia aber niemals schaden, sondern sie möglichst schützen.
«Heroen» sind herausragende, bei mehreren Sippen oder gar allen K. bekannte «Ahnen».
Auch Heroen und Heilige der
Rondra- und anderer -kirchen oder Legendengestalten wie
Ilkhold gehören dazu sowie die echten
Halb-Götter wie
Marbo oder
Ifirn.
Sie werden meist als Unterstützer für bestimmte, in ihren "Bereich" fallende Unternehmungen, Fertigkeiten oder Taten angerufen:
«Hlûthar hilf!»,
«Ilkhold, steh mir bei!»,
«Sankta Ilpetta, lehre mich Geduld!»
Die «Ahnen» oder «parentes» sind ebenfalls hervorragende, aber nicht allgemein bekannte Vorfahren einer Familie oder Sippe. Manchmal werden sie gebeten, ihrem Nachkommen etwas zu "(weis)sagen" oder beizubringen, meist werden sie aber gebeten, bei ihren eigenen speziellen Schutzgöttern usw. (in deren Paradies sie wahrscheinlich sind) ein gutes Wort für ihren Enkel, Urururenkel oder ihre Urgroßnichte einzulegen.
All diese Mächte sind im Verständnis der K. Grundlage dafür, daß Menschen überhaupt in der Welt - und besonders in der Bergwelt - leben können. Den Menschen selbst bleibt noch genug zu tun. Trotz aller Schutzmächte, Riten, Amulette usw. steht der typische Kolonier auf dem Standpunkt: «Hilf dir selbst, dann helfen dir die Götter (Heroen, Laren, Tutelen, Ahnen, ...).».
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