Die Kolonier verstehen sich zwar als eigenes Volk, um sich von "Flachländern",
Kurga und anderen "Barbaren" (Fremden) abzugrenzen.
Es gibt jedoch kein gemeinsames "Reich" oder Oberhaupt.
Ohnehin dürften nur noch die wenigsten K. "reinblütig" sein, und manche mittelreichische Bergbauernfamilie wird längst dazugezählt.
Sagen und Erzählungen wissen von der Einberufung eines Großen Rates («Consilium Magnum») aus Vertretern (fast) aller Sippen. In neuerer Zeit ist eine solche Zusammenkunft aber nicht einmal während des Borbaradianischen Krieges zustandegekommen.
Männer und Frauen sind bei den K. gleichberechtigt.
Grundlage der Gesellschaft sind die
Sippe (gens (w), Mz. gentes) und die
Familie (familia (w), Mz. -ae).
Sippen-, Familien- und persönliche Bande werden durch gegenseitige Besuche, Feste und einen steten Austausch von Geschenken (von einfachem Schmuck über
Lodix-Umhänge im Familienmuster bis zu
Haustieren,
Sklaven oder sogar
Rindern) gefestigt.
Heilig ist auch der Gastfriede, der für Gast wie Gastgeber gleichermaßen verpflichtend ist.
Dabei gibt es ungeschriebene Richtlinien, unter welchen Umständen wieviele Leute wie lange und in welchem Maße als Gast versorgt werden müssen, wann ein Gast sich mit Geschenken erkenntlich zu zeigen oder sogar auf der
Aul mitzuarbeiten hat (und de facto
«Konvive» wird) usw.
Diese Regeln variieren aber von Region zu Region und von Sippe zu Sippe und sind selbst für Koloniern nicht immer durchschaubar.
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